Heilpflanzen - Z

Zinnkraut | Zitrone | Zwiebel |

   

Equisetum arvense

Schachtelhalm, Katzenwedel

Vorkommen: an den Ufern von sumpfigem Gelände, bei feuchten Waldstellen, auf nassen Äckern und Wiesen.

Erntezeit: Mai und Juni

Verwendete Organe: Das Kraut

Allgemeine Verwendungsarten: Allgemein hat Zinnkraut eine zusammenziehende und auch harntreibende Wirkung. Sie hat schleimlösende und schmerzstillende Eigenschaften und hilft auch gegen Steinleiden.

Spezielle Anwendungen:

Tee: 2 Tassen Zinnkraut-Tee täglich – in kleinen Schlucken. Und abends flüssige Nahrung vermeiden.
Als Magenreinigung nützt eine tägliche Tasse kalter Zinnkraut-Tee.
Wenn Kleinkinder Zähne bekommen, erleichtert das Trinken von heißem Zinnkraut-Tee die Zahnbildung.
Bei Nasenbluten den Absud von Zinnkraut in die Nase einziehen. Das Bluten hört sofort auf.

Bäder: Augenbäder mit Zinnkrautabsund stärken die Sehkraft und heilen Augenentzündungen.

 
 
   

Citrus limon

Inhaltsstoffe: Die Zitrone enthält viel Vitamin C, einige ätherische Öle. Auch Mineralsalze, Schleimstoffe, Zitronensäure und Glykoside.

Allgemeine Verwendungsarten: Die Zitrone ist trotz ihres scheinbar (und natürlich auch real) so sauren Geschmackes eines der stärksten Basenmittel, welches wir kennen. Die tibetische Medizin schätzt diese Frucht als eine derjenigen raren Nahrungsmittel, welche alle Elemente in Ausgewogenheit enthält. Ein Glas Wasser mit einer ausgedrückten Zitrone ist also immer ein wunderbar einfaches Rezept gegen die Übersäuerung unseres Verdauungstraktes.
Außerdem wirken Zitronen stärkend auf das Immunsystem ein und sind auch gegen Entzündungen gut.

Spezielle Anwendungen:

Wickel: Dieser Wickel ist sinnvoll bei Halsschmerzen.
Eine Bio-Zitrone wird in dünne Scheiben geschnitten. Diese Scheiben werden in eine Mull-Kompresse eingewickelt und auf die Kehle gelegt.
Die Wirbelsäule bleibt frei! Das ist wichtig.
Dieser Wickel wirkt zusammenziehend.

 
 
   

Allium  cepa

Erntezeit: Herbst

Inhaltsstoffe: Die Zwiebel enthält sehr viele Vitamine, nämlich A, B 1, B 6 und Vitamin C. Außerdem enthält sie ätherische Öle, Selen und Allicin. Auch Jod findet sich in ihr.

Allgemeine Verwendungsarten: Die Zwiebel ist ein Antibiotikum des Kochens: Sie wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze. Sie stärkt den Magen, fördert die Verdauung, reinigt und nährt den ganzen Menschen.

Spezielle Anwendungen:

Nahrungsmittel: In den meisten Salaten finden sich Zwiebeln. Zwiebelkuchen, Flamm-Kuchen, Zwiebelbrot, Zwiebeln in Olivenöl, bei Spaghetti Carbonara…
Zwiebeln sind eines der Gemüse, welche den Verdauungstrakt wärmend unterstützen.

Dampfinhalation: Bei Erkältungen, Husten, verstopfter Nase eine mittelgroße Zwiebel kleinschneiden. In kochendes Wasser geben und darin einige Minuten ziehen lassen. Dann mit einem Handtuch, welches über den Kopf gelegt wird, sich vorsichtig dem Zwiebelwasser nähern und die Zwiebeldämpfe durch Nase und Mund einwirken lassen. Löst den Schleim in der Nase  und befreit den Rachen sanft.

Zwiebelsaft: weicht verhärtete Geschwülste auf.  Bei Ohrenleiden den Zwiebelsaft in die Ohren träufeln.

Gesalzene Zwiebelscheiben: auf Warzen oder Hüheraugen auflegen und dort eine Weile festbinden.

Auflagen: Zwiebel-Auflagen wirken wunderbar gegen Ohrenschmerzen. Es ist wichtig, nicht nur die Ohren mit der Auflage zu bedecken, sondern auch den Bereich unmittelbar hinter den Ohren. Dort sitzt der Gehörgang.

Zubereitung: Eine große Zwiebel schälen und halbieren. Dann nicht mehr weiter zerschneiden, sondern die Halbschalen voneinander sanft lösen und immer mit der Innenwölbung nach unten zeigend in ein offenporiges (Geschirrhandtuch) einschlagen. Dieses Tuch mit den Zwiebelschalen dann 15 Minuten lang Wasserdampf aussetzen.
Niemals mit Mikrowelle erwärmen – dann gehen die ätherischen Öle kaputt.

 
 



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