Heilpflanzen - F

Fenchel | Fichte | Frauenmantel | Fünffingerkraut |

   
  

Foeniculum vulgare (Doldenblütler)

Brotsamen, Enis, Frauenfenchel

Vorkommen: Heimat ist das Mittelmeergebiet, heute auch in Mitteleuropa angebaut.

Erntezeit: September, Oktober

Verwendete Organe: Wurzel, Blätter und Samen

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle

Allgemeine Anwendungsarten: hustenlösend, appetitanregend, leicht harntreibend, gut gegen Blähungen. Fenchelsamen hat zerteilende Wirkung, ist harn- und schweißtreibend, magen- und augenstärkend, heilt Vergiftungen, vertreibt Blähungen und lindert starken Husten und Fieber.

Spezielle Anwendungsarten:

Bad: den Tee zu Waschungen bei entzündeten Augen verwenden. Dampfbäder sind für die Augen sehr gut bei Erkältungen und Entzündungen.

Tee: Mensch nimmt einen Teelöffel der Samen auf eine Tasse Wasser. Heiß überbrühen. Nicht kochen wegen des ätherischen Öls, welches sonst zerstört wird.
Das ätherische Öl des Fenchels ist gut bei Magen- und Darmleiden. Es beseitigt Gasauftreibungen und Blähungen.
Gegen Blähungen wird der Absud der Wurzeln verwendet.
Bei Säuglingen auch gut gegen Durchfälle.
Wirkt auch gegen Erkältungen und Bronchialkatarrh. Dabei ist es gut, ihn mit Honig oder Kandis zu süßen.
Bei stillenden Müttern soll Fenchel die Milchsekretion fördern.

 
 
   
  

Picea abies / Pinus picea

Rottanne

Vorkommen: heute im Schwarzwald überall

Erntezeit: Frühling

Verwendete Organe: Rinde, Nadeln, die noch unentwickelten Knospen.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Harze(Boloretin), ätherische Öle, Gerbsäure

Allgemeine Verwendungsarten: erfrischend, dient als Harz für Zugsalbe, alle Teile haben harn- und schweißtreibende, blutreinigende, lösende, reinigende, menstruationsfördernde und kräftigende Wirkung.

Bad: Das Dampfbad des Absuds gut bei Brust- und Atembeschwerden

Tee: gegen Katarrh der Luftwege, Heiserkeit, Husten, Schwindsucht und Atemnot. Ebenfalls gut gegen Harnbrennen, ausbleibende Menstruation.

 
 
   
  

Alchemilla vulgaris (Rosenblütler)
Alchémille vulgaire

Mäntelichrut, Hasenmänteli, Taumänteli, Schüsselichrut, Röckli, Dächlichrut, Rägetropfe, Frauenhilf

Vorkommen: in der Ebene vor allem in Gebüschen, lichten Wäldern, seltener in Wiesen, im Gebirge auf Alpenmatten, wachsen mit Vorliebe auf Kalk und Urgestein.

Erntezeit: möglichst vor Mitte August, üblicherweise nur Blätter ohne Blühtriebe, trocknen in der Sonne oder im Schatten.

Verwendete Organe: Blätter und Blüten

Inhaltsstoffe: Gerbstoff

Allgemeine Verwendungsarten: Heilkraut für alle möglichen Frauenkrankheiten.

Spezielle Verwendungsarten:

Tee: Eine Handvoll der Blätter mit einem Liter Wasser kalt aufsetzen und 2-3 Minuten kochen lassen.
Wirkt gegen Durchfall. Bei zu starker Periode. 10 Tage vor der Periode jeden Tag ein bis zwei Tassen Tee trinken. Bis nach der Periode.
Ab den Wechseljahren im Monat an 10 Tagen vom Frauenmanteltee trinken.

Abkochung: Als Badezusatz für schlecht heilende Wunden.

 
 
   

Potentilla reptans (Rosenblütler)

Handblatt, Fingerkraut, Ruhrkraut

Vorkommen: in Gräben, feuchten Fettwiesen, an Bachufern, an Wiesenrändern, auf Äckern, Dämmen und Mauern.

Erntezeit: zur Blütezeit im Juni bis Anfang August.

Verwendete Organe: Blätter und Blüte, Wurzel

Inhaltsstoffe: Gerbstoff

Allgemeine Verwendungsarten: zum Gurgeln, gegen Durchfall, zusammenziehend, stopfend, entzündungswidrig

Spezielle Verwendungsarten:

Bad: Als Abkochung zum Baden schlecht heilender Wunden . Als Spülung bei entzündetem Zahnfleisch und Gaumen.

Pulver: Die pulverisierte Wurzel heilt nach Kneipp Zahnschmerz und Blutspeien.

Tee: gegen Durchfall. Absud von Wurzel und Kraut – äußerlich angewandt – für Augenentzündungen.

 
 



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