Heilpflanzen - E

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Sorbus aucuparia

Gemeiner Vogelbeerbaum, Quitschbeere

Vorkommen: überall in den Wäldern, an Alleen anzutreffen

Erntezeit: im Juni die Blüten, im Herbst die Beeren

Verwendete Organe: Blüten und Beeren

Allgemeine Verwendungsarten: besitzt viel Vitamin C. Die Vögel lieben sie, harntreibend, gut für die Nieren.

Ernährung: Aus den Blüten Tee machen, der ‚seines Aromas wegen als tägliches Getränk zu empfehlen und dem schädlichen Schwarztee vorzuziehen ist’ (Schröters Schatzkästlein)

Die Beeren roh oder als Sirup eingekocht gegen Harnverhaltung, Harnleiden.

 
 
   
  

Artemisia abrotanum (Korbblütler)

Stabwurz – Gertel – Zitronechrut – Eberreis – Abrotanum

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, ätherische Öle

Allgemeine Verwendungsarten:  menstruations- und verdauungsfördernd, galletreibend, treibt die Nachgeburt aus.

Wesen der Pflanze: Die feingliedrigen bis fadenförmigen Blätter zeigen Sympathie zu den Nerven.
Der starke Geruch weist auf dämonenabwehrende Kräfte.
Die gelblichen Blüten beziehen sich auf Leber und Galle. (Wolf Dieter Storl)

 
 
   
  

Angelica Archangelica (Doldenblütler)

Giftwurz – Brustwurz – Läusekraut – Wilde Engelwurz – Angstwurz – Cholerawurzel – Dreyeinigkeitswurzel – Erzengelwurz -  Heiligenbitter – Theriakwurzel -  Zahnwurzel – Luftwurzel – Bachrohr – Pfeifenkraut – Waldrohr – Blasrohr – Gügeli – Bärenwurz

Vorkommen: Stammt aus Nordeuropa. Verwildert und in Gärten. Gern in tiefgründigem, nährstoffreichem Boden

Anbau: Selten durch Stockteilung, mehr durch Herbstaussaat ins Saatbeet in etwa 30cm entfernte Reihen. Erster Sommer im Saatbeet lassen. Im Herbst dann in 50 x60 cm Entfernung einpflanzen.

Erntezeit: im Spätherbst. (1941, gemeint sind die Wurzeln)
Blätter und Same im Herbst, Wurzel im Frühjahr (1911)
Die Wurzeln zweijähriger Pflanzen im Frühjahr vor der Blüte, am besten bei abnehmendem Mond ausgraben. Möglichst selbst züchten. Wildbestände schonen.

Verwendete Organe: die getrockneten Wurzeln und der Wurzelstock. Selten die jungen Stengel und die Frucht.(1941)
Die Wurzeln (innen weiß und milchig), die Blätter (groß, dunkelgrün und gegliedert) und der Same (länglich, gerippte Körnchen, dem Fenchel ähnlich) (1911)

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Harze, Bitterstoffe, Gerbstoffe

Allgemeine Verwendungsarten: wirkt anregend auf die Magensaftdrüsen, beruhigend auf erregte Darmmuskeln, die Wurzel bringt als Tee Wärme in den Körper, stärkt die Potenz, regt die Keimdrüsen und den Eisprung an. Krampflösende Wirkung, hilft bei Menstruationsbeschwerden.

Spezielle Anwendungen:

Tee: Die Angelikawurzel ist in der Kräuterheilkunde von ganz besonderer Bedeutung. Sie enthält ein flüchtiges, mild aromatisches Salz. Der Absud der Wurzel hat herzstärkende, blutreinigende, urin- und schweißtreibende, stopfende, Magen erwärmende und menstruationsfördernde Wirkung. 10g der Wurzel mit ¼ Liter kochendem Wasser eine viertel Stunde lang ziehen lassen.
Dieser Tee wirkt auch bei Verschleimung der Luftwege, bei Diarrhöeen, bei Typhus, Magenleiden, Darmleiden, Nervenschwäche (1911).
Besonders wirksam bei akuten Katarrhen, welche durch das Trinken kalter Getränke in heißer Jahreszeit oder durch schnelles Trinken bei starkem Erhitztsein entstanden sind.
Eisprungtee (Margret Madejsky): 50g Angelikawurzel, 50g Beifußkraut, 40g Damianblätter, 30g echtes Eisenkraut, 30g Rosmarin vermischen. 2 gehäufte Teelöffel mit 250ml kochendem Wasser überbrühen, 10-12 Minuten ziehen lassen, abseihen. Der Tee regt die Hypophyse an, erwärmt den Bauchraum, lässt die Eierstöcke besser arbeiten, hilft bei kleineren Zysten (Retentionszysten).

Zystentee (Margret Madejsky): 50g Angelikawurzel, 30g Frauenmantelkraut, 30g Gänsefingerkraut, 20g Kardobenediktenkraut, 20g Majoran, 50g Zinnkraut
Vermischen. 2 gehäufte Teelöffel pro Tasse heiß überbrühen, 10-15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Kurzmäßig über 6 bis 8 Wochen hinweg trinken (2 bis 4 Tassen über den Tag verteilt).

Gurgelwasser: der Absud aus der Wurzel ist gut gegen Halsentzündungen, gegen rauhen Hals.

Wesen der Pflanze: Die Engelwurz ist mit ihren hohlen Stängeln und aufgeblasenen Blattscheiden offen für Luft- und Lichteinwirkungen! Zugleich verrät die kräftige Pfahlwurzel eine solide Beziehung zu den Erdkräften.

Die Signatur suggeriert eine ganzheitlich harmonisierende Wirkung.
Ihre beschützende Eigenschaft zeigt sich an den Hüllblättern, die die Blütendolden vor Außeneinflüssen bewahren. (Wolf-Dieter Storl)

 
 
   
  

Althaea officinalis (Malvengewächse)
Malva silvestris
Mauve

Malve, Ybsche, Ybste, Hübsche, Altee, Heilwurz, Hilfwurz, Ibusch, Samtpappel

Vorkommen: ursprünglich auf salzhaltigen Böden in Osteuropa / Bei uns auf Ödplätzen / an feuchten Standorten / in Gärten

Anbau: durch Auspflanzen der Wurzelsprossen. Sie wird bei der Ernte abgetrennt. Im Frühjahr werden die Wurzelstücke auf 50 x 40 cm versetzt in tiefgründigem Boden angepflanzt.

Erntezeit: Im Spätherbst /  Geerntet, wird die Eibischwurzel im Keller gelagert. Im Winter wird sie dann geschält und bei 40 bis 60 Grad getrocknet. Ertrag: 10 bis 18 kg pro Are.

Verwendete Organe: Wurzel, Blatt und Blüte

Inhaltsstoffe: Schleim, Pektin, Mineralstoffe, Gerbstoffe

Allgemeine Verwendungsarten: zerteilende und erweichende Wirkung, schmerzlindernd

Auszug: Der wässrige Auszug (2 Teelöffel grob gepulverte Wurzel mit ½ Liter Wasser kalt ansetzen und 3 bis 10 Stunden ziehen lassen, nachher süßen) wird gegen Husten, Reizhusten benutzt.
Er kann auch bei entzündlichen Durchfällen zur Reizmilderung gegeben werden.
Sirup aus Eibisch wirkt gleichsinnig.

Tee: Durch den Blätterabsud werden Nierensteine vertrieben.

 
 
   

Hedera helix

Tee: Ein Tee aus Blättern des Efeu ist bei Keuchhusten von Kindern nützlich.

Abkochung: Efeublätter abkochen. Einem Fußbad zusetzen. Wirkt bei Frostbeulen, bei Folgezuständen von Quetschungen, Zerrungen und Knöchelbrüchen.
Ein Efeubad wirkt als antirheumatisches Mittel.

 
 
   
  

Quercus robur /Quercus sessiliflora (Buchengewächse)

Vorkommen: in Wäldern, die Traubeneiche bevorzugt Kalkböden

Erntezeit: Rinde im Mai, Trocknung an der Sonne oder im Schatten am Luftzug. Künstliche Wärme (40-50 Grad) möglich.

Verwendete Organe: die getrocknete, glatte Rinde junger (5 bis 15jähriger) Triebe. Selten die getrockneten Blätter oder Früchte.

Inhaltsstoffe: Hauptwirkstoff sind Gerbstoffe.

Allgemeine Verwendungsarten: Die Gerbstoffe wirken zusammenziehend und entzündungswidrig auf gereizte und entzündete Schleimhäute, stopfend und kräftigend bei Diarrhöe.

Tee: Aus gemahlenen reifen Eicheln bereitet mensch den Eicheltee. Dieser besitzt eine heilsame Wirkung gegen Durchfall. Ist ein bekömmlicher Kaffee-Ersatz.

Pulver: Eichenblätter werden gedörrt und zu Pulver zerstoßen. Dieses ist ein Gurgelmittel gegen Angina und Rachenkatarrh.

Abkochung: Abkochungen der Eichenrinde enthalten reichlich Gerbstoff (Tannin).
Mensch benützt diese Abkochungen überall, wo er eine zusamenziehende Wirkung haben möchte: Bei nässenden Hautausschlägen und bei Entzündungen der Bindehaut des Auges.

 
 
   
  

Verbena officinalis

Eisenherz, Isenkraut, Stahlkraut

Vorkommen: an Wegen, in Waldlichtungen, in Rainen

Erntezeit: Sommer

Verwendete Organe: Wurzel und Blätter

Allgemeine Verwendungsarten: heilende, reinigende Wirkung, löst Steine in Niere und Galle auf, beruhigt nervöse Kopfschmerzen, hilft bei Entzündungen des Mundes und des Zahnfleisches.

Kompresse: in Wasser gebrühte Blätter als Kompresse auf Wunden und Geschwülste legen.

Tee: Beruhigende Wirkung des Aufgusses getrockneter Blätter als Tee. „Mozarttee“. Hilft gegen Nieren-, Leber-, Milz- und Blasenleiden, bei Gelbsucht und Atemnot.
Als Gurgelwasser gut bei Entzündungen des Mundes und des Zahnfleisches.

Öl: Wohlriechendes Öl einer Verbena-Art aus Südamerika. Wird in der Kosmetikindustrie verwendet.

 
 
   
  

Fumaria officinalis

Ackerraute, Grindkraut, Krätzheil

Vorkommen: auf Schutthaufen, Äckern, Wiesen, an Wegen, Rainen, in Gärten

Erntezeit: Mai bis Oktober

Verwendete Organe: Blätter und Blüten

Inhaltsstoffe: Alkaloide (Fumarin), Flavonglykoside, Kaffeesäurederivate

Allgemeine Verwendungsarten: wirkt krampflösend, hilfreich bei Hautleiden.
Gut für die Galle, Milz und Leber, harntreibende Wirkung, Verwendung bei Hypochondrie, Mundfäule, Gelbsucht, zur Blutreinigung

Spezielle Anwendungsarten:

Saft: Aus den frischen Blättern Saft auspressen. Aufwallen lassen, durch ein Tuch seihen, Öl darüber und in einem Fläschchen gut verschließen (Schröters Schatzkästlein)
Erdrauchsaft verdünnt gilt als gutes Waschwasser bei Unreinheiten der Haut.

Tee: trinken bei Gelbsucht, gegen Mundfäule, Hypochondrie, für die Blutreinigung.

 
 



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