Heilpflanzen - B

Bärenklau | Bärentraube | Bärlauch | Bärwurz | Basilikum | Baumwolle, krautige | Beifuß | Beinwell | Benediktenkraut | Berberitze | Bertram | Besenginster | Betonie | Bilsenkraut | Birke | Blutwurz | Breitwegerich | Brennessel | Brunnenkresse |

   
  

Heracleum spondylium

Erntezeit: Die jungen Blätter des Bärenklaus im Frühling sind besonders wohlschmeckend. Mensch kann sie aber das ganze Jahr über sammeln.

Allgemeine Verwendungsarten: Bärenklau wird gegen Durchfall und Blähungen verschiedenster Ursache angewendet. Er hilft auch bei Husten.

Spezielle Verwendungsarten:

Nahrungsmittel: Die Blütenknospen des Bärenklau können als „Wiesenbrokkoli“ verzehrt werden.

 
 
   

Arctostaphylos uva-ursi
(Heidekrautgewächse) Raisin d’ours

Granten – wilder Buchs – Bärenbeer – Steinbeere – Sandbeere – Wolfsbeere

Vorkommen: Die Bärentraube, ein kriechender, niedriger Strauch, bildet oft große Teppiche im alpinen Nadelholzwald und im steinigen Gelände bis gegen 3000 M. ü. M. (Robert Quinche), humöse Böden, auch vereinzelt an steinigen, schattigen gebirgigen Orten.

Erntezeit: Die Blätter im Sommer sammeln (1911)
Im Frühjahr und Sommer. Trocknung an Sonne und im Schatten möglich.
Bei zunehmendem Mond im Zeichen Waage oder Skorpion ernten. Wildvorkommen schonen.

Verwendete Organe: das getrocknete Blatt

Inhaltsstoffe: das antibakteriell wirksame Arbutin. Gerbstoffe, Flavonoide, Lithospermsäure

Allgemeine Verwendungsarten: wirkt in erster Linie desinfizierend. Eine harntreibende Wirkung besitzt die Bärentraube nicht (1941)
Harntreibend, entzündungswidrig bei Blasengrieß und Nierensteinen (2008)

Spezielle Anwendungen:

Tee: Nicht aufkochen, nur anbrühen und dann ziehen lassen, weil sonst sehr bitter. Bei Nieren- und Blaseninfektionen. Bei längerer Anwendung wirkt dieser Tee wegen seiner Gerbsäure stopfend.

Wesen der Pflanze: „Wegen der ledrigen Blätter unterstellt man die Pflanze unter anderem Jupiter… Weil die Bärentraube eine immergrüne Gebirgspflanze ist, wirkt hier ebenso ein wenig Saturn, der auch als Herr der Gebirgswelt bezeichnet wird und der über chronische Leiden regiert.“ (Margret Madejsky)

Kontraindikationen: Die Pflanzenmittel maximal 4 mal jährlich a 8 Tage gebrauchen. Ansonsten ist eine toxische Wirkung auf die Leber möglich.

 
 
   
  

Bärlauch – Allium ursinum (Liliengewächse)
Ail des ours

Ramseren, wilder Knoblauch, Chrottechrut

Vorkommen: an schattigen und eher feuchten Standorten. In feuchten Laubwäldern. Je nach Höhe bis zu einem Monat Unterschied für die Sammelzeit.

Erntezeit: Sammeln der frischen, jungen Blätter bis zur Blütezeit, Ende März bis Ende April. In der Blütezeit sind die Blätter meist angealtert, unansehnlich.

Verwendete Organe: vor allem das frische Kraut. Seltener auch das getrocknete Kraut und der ausgepresste Saft.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Schwefel, Vinyldisulfid, Flavonoide

Allgemeine Verwendungsarten: blutreinigend, blutdrucksenkend, gut für den Magen und den Darm

Spezielle Anwendungen:

Auflagen: Blätter zerquetschen und auf Eiterungen, Furunkel auflegen.

Essen: „Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärm und Blut wie der Bärlauch.“
Nur das frische Kraut ist wirksam. Bei Lagerung nimmt die Wirksamkeit schnell ab.
Frisch essen, in die Suppe geben oder in den Salat. So sind diese Blätter die einfachste und angenehmste Frühlings-Blutreinigungskur.(K)

Bärlauchblätter fein schneiden, mit Paniermehl und Olivenöl zu einer Paste vermischen und über den fertigen Lammbraten streichen.

Urtinktur: 2 bis 5 Tropfen ein- bis zweimal täglich einnehmen (gegen Bluthochdruck, Gefäßverschluss, bei chronischen Darmerkrankungen, zur Ausleitung von Schwermetallen)

Wesen: Einfachheit, Macht, Dynamik, Expansionskraft (R. K.)

 
 
   

Meum athamanticum (Doldenblütler)

Bärendill, Bärenfenchel, Mutterwurz, Dillblattwurz, Wilder Fenchel, Herzwurz

Vorkommen: Auf sonnigen Bergwiesen, auf kalkarmen Böden in den Voralpen und im Jura, im Schwarzwald häufig

Erntezeit: Herbst

Verwendete Organe: Wurzeln getrocknet (sehr scharf)

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Harz, gummiartige Stoffe

Allgemeine Verwendungsarten: stärkt das Herz. Ist eine gute Gewürzpflanze, stark anregend auf die Tätigkeit der Verdauungssaftdrüsen, lösend für die Luftwege.

Saft: Der beim Zerkauen der Wurzeln erhaltene Saft ist gut gegen Gebärmutterleiden.

Tee: aus der Wurzel hilft beim Aufstoßen. Er ist harntreibend. Fördert die Menstruation. Hilft gegen Vergiftungen.

Wein: In Wein gelegte Wurzeln heilen Gelbsucht und Wassersucht, Verstopfungen der Leber, der Nieren, der Harnröhre und der Blase.

Wesen der Pflanze: Astrologisch ordnet man die Bärwurz… dem Element Luft … zu. Die fein gegliederten Blätter… deuten darüber hinaus darauf hin, dass die Bärwurz die Nerven stärkt…
Weil der Bär der Pflanze seinen Namen lieh, handelt es sich sicher um ein Gewächs, das außergewöhnliche Heilkräfte in sich birgt und Regenerationskraft überträgt.“ (Margret Madejsky)

 
 
   
  

Ocimum basilicum L. (Lippenblütler)

Basilienkraut, Josefskraut, Königskraut, Bienenkraut, Königsbalsam, Pfefferkraut

Vorkommen: In Geschäften, Gärten und Töpfen

Erntezeit: Erhältlich von Frühsommer bis Spätherbst. Später ist nicht sinnvoll.

Verwendete Organe: Blätter, Samen und Blüten (1911)
Zur Herstellung  einer Tinktur sammelt mensch das Kraut kurz vor oder im Beginn der Blüte und am besten bei zunehmendem Mond in den Zeichen Krebs oder Stier. (2008)

Allgemeine Verwendungsarten:  fördert die Verdauung, entzündungshemmend.

Bad: Absud als Zusatz zu aromatischen Bädern.

Kompressen: Basilikumsamen in Rosenwasser aufgeweicht und als Kompressen verwendet, heilen wunde Brüste bei stillenden Frauen.

Saft: Den Saft aus den frischen Blättern bei Ohrenentzündungen in die Ohren träufeln. Zerquetschte Blätter bei Schnupfen in die Nase stecken.

Tee: wird gegen Blähungen, Harnbrennen und Nierenerkrankungen angewendet. Der Aufguss auf die Samen ist gut gegen Fieber.
Als Gurgelwasser gut gegen Mundgeschwüre und Entzündungen.

Wein: Blätter mehrere Stunden in Wein ziehen lassen. Den Wein erwärmt trinken gegen Verdauungsstörungen.

Wesen der Pflanze: „Die weißen Blüten zeigen das Nervenheilmittel sowie die astrologische Zugehörigkeit zum Mond an…
Der mild scharfe Geschmack ist eine Signatur, die nach der chinesischen Elementenlehre auf Lungen- und Dickdarmwirksamkeit schließen lässt.
Das Wesen dieser … Pflanze ist es… auf subtile Weise die Sinnlichkeit zu wecken.“ (Margret Madejsky)

 
 
   

Gossypium herbaceum (Malvengewächse)

Wirkstoffe: Flavonoide und Gossypol in der Wurzel, Glyceride im Samenöl

Allgemeine Verwendungsarten: Menstruationsfördernd,  blutflusshemmend, blutgerinnungsfördernd

Spezielle Anwendungen:

Samenöl: durch dauerhaften Genuss dieses Öls wird die Produktion von Spermien bis zur Unfruchtbarkeit eingeschränkt.

Tinktur: kann gebärmuttertonisierend eingesetzt werden.

 
 
   

Artemisia vulgaris (Körbchenblütler)

Gänsekraut, Johanneskraut, Weiberkraut, Wilder Wermut,
roter Buckele, weißer Buckele, Besenkraut, Roter Buck, Gürtlerkraut, Johannisgürtel, Moxakraut, Sonnwendgürtel, Werzwisch, Weibergürtelkraut, Jungfernkraut

Vorkommen: Auf trockenen Wiesen, an Gräben und Bachufern, an Zäunen, an stickstoffreichen Böden, Schuttplätzen, bei Ställen

Erntezeit: Im August bis September während der Blüte. (1941)
Bei zunehmendem Mond rund um die Sommersonnnenwende, also lange vor der Blütezeit das Kraut sammeln.
Die kurz vor Beginn der Blütezeit geernteten Blütenknospen eignen sich am besten für Räucherungen.
Die Wurzel gräbt mensch bei abnehmendem Mond.
Frauenheilkundlich ideal: Abnehmender Mond im Zeichen Skorpion.

Verwendete Organe: Die Blätter und die Blüten, Trocknung im Schatten

Inhaltsstoffe: wenig Bitterstoffe, wenig ätherische Öle

Allgemeine Verwendungsarten: ist gut für die Fettverdauung, wärmt, reinigt und öffnet

Lindert Krämpfe bei der Menstruation.

Bad: Gegen Müdigkeit der Füße nach langen Wanderungen Fußbad mit Beifußzusatz nehmen.

Essen: Blätter und Blüten – getrocknet – als Küchengewürz, besonders zu Gänse- und Entenbraten.

Tee: wirkt gut bei Magenleiden und Übelkeit, zur Stärkung der Verdauungsorgane, bei Diarrhöe, bei Blutarmut, zur Regelung der Menstruation, bei Krämpfen, Gallensucht, Wassersucht, bei Fieber.

Tinktur: Eine Tinktur aus Beifuss und Arnika ist ein gutes Einreibemittel bei Verstauchungen, Quetschungen, Beulen, Gicht und Rheumatismus.

Handelsprodukt: Bei Einschlafstörungen, Unruhezuständen, epileptischen Anfällen hat sich das spagyrische Mittel Solunat Nr. 14 (Polypathik) bewährt. Es enthält neben Beifuß weitere Pflanzen sowie Bromverbindungen, die spürbar beruhigen. Abends vor dem Schlafengehen 10 Tropfen, bei Bedarf stündlich weitere 5 Tropfen. Maximaldosis: 25 Tropfen pro Nacht.

Kontraindikationen: Nicht während der Schwangerschaft. Kann Wehen auslösen. In hohen Dosen und bei längerer Verwendung kann er das Nervensystem schädigen.

Wesen der Pflanze: Der Gattungsname leitet sich von der geburtsmächtigen Mondgöttin Artemis ab, die einst einen Gürtel aus geflochtenem Beifuß getragen haben soll, der ihr Zauberkräfte verlieh.
Eine mondhafte Signatur ist die silbrig weiße Behaarung der Blattunterseite.
Dagegen zeigen die schlanke Gestalt und die fiederteiligen Blätter sowie der Wachstumsort entlang von Wegrändern und Bahngleisen merkurielles Wirken an.
Der rote Stengel ist eine marshafte Signatur, die einerseits auf kraftspendende Heileigenschaften schließen lässt. Andererseits zeigt die rote Farbe Sympathie zum Menstrualblut.
…Das Wesen dieser alten Heil- und Schamanenpflanze ist es, zu öffnen und zu reinigen, denn sie treibt den Harn und den Schweiß, fördert die Verdauung und bringt das Menstruationsblut ins Fließen – kurz: Sie öffnet alle körpereigenen Entgiftungswege und wurde auch deswegen weltweit zum Austreiben von ‚Krankheitsgeistern‘ gebraucht. (Margret Madejsky)

 
 
   
  

Symphytum officinale (Borretschgewächse)
Consoude

Wallwurz, Zottle, Bienenkraut, Hungblumen, Chüechlichrut,
Beinwurz, Schmalwurz, Wallwurz, Wundallheil

Vorkommen: An Grabenrändern, Wegrändern, Rainen, Waldrändern.

Erntezeit: im Frühjahr vor dem Austreiben oder im Spätherbst. (1941)
Zur Herstellung von homöopathischem „Symphytum“ wird die Wurzel vor der Blüte geerntet.
Ansonsten die gesamte Pflanze mit Wurzel kurz vor der Blüte – bei abnehmendem Mond im Steinbock – sammeln (2008)

Verwendete Organe: die frische oder getrocknete Wurzel

Inhaltsstoffe: Beinwell enthält neben dem Schleim mehrere auf die Blutzirkulation einwirkende Stoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure

Allgemeine Verwendungsarten: innerlich blutdruckregulierend, äußerlich schmerzlindernd, ableitend bei Blutergüssen

Spezielle Anwendungen:

Paste: Aus der Verreibung der frischen Wurzel kann eine Paste hergestellt werden. Sie dient als Heilmittel bei schlecht heilenden Wunden.

Pulver: Das Pulver der getrockneten Wurzel dient als Heilmittel bei offenen Krampfadern.

Tee: gut bei Durchfall und Unterleibskrämpfen.
Umschlag: Bei Quetschungen und Blutergüssen einen Brei aus der Wurzel machen und mehrere Tage auflegen. Auch bei Venenentzündungen und Gicht gut anwendbar.

Salben: Es gibt handelsmäßige Zubereitungen für solche Salben. Auch schlecht heilende Wunden reagieren sehr gut, wenn mensch eine Zeitlang eine solche Salbe aufträgt.
Auch für hartnäckige Unterschenkelgeschwüre gut.

Wesen der Pflanze: „Die saftreiche Pflanze bevorzugt feuchten Grund und zeigt dadurch ihre Beziehung zum Mond…
Eine mondhafte Signatur… erblickt man auch in der saftigen weißen Wurzel.
Die rauhe Behaarung der Pflanze wie auch die schwarze Wurzelrinde und das düster wirkende Violett der Blüten lassen den saturnalen Einfluss erkennen…  (Margret Madejsky)

Kontraindikationen: Zur innerlichen Anwendung ist Beinwell für Schwangere nicht geeignet.

 
 
   

Cunicus benedictus (Korbblütler)

Benediktenwurz – Bitterdistel – Cardobenediktenkraut – Echte Heidedistel – Kalter Benedikt – Magendistel – Heildistel – Spinnendistel

Vorkommen: ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet, wird bei uns aber seit Jahrhunderten angebaut.

Anbau: Aussaat in gut gedüngten Boden in 30cm entfernte Reihen.

Verwendete Organe: Das ganze, blühende, getrocknete Kraut, seltener das frische Kraut (1941)
Die beblätterten Blütenspitzen und die Blätter (1911)

Erntezeit: Vor und während der Blütezeit. (1911)
Ernte zur Blütezeit im Juni bis September, Trocknung am Schatten (1941)
Mensch erntet die oberirdischen Teile der Pflanze. Der Bitterstoffgehalt ist kurz vor der Blütezeit am höchsten. Idealer Zeitpunkt ist zunehmender Mond in einem Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) (2008)

Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält einen sehr bitteren Extraktivstoff, das Cunicin. (1911)
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Mineralstoffe, Flavonoide (2008)

Allgemeine Verwendungsarten:

In kleinen Dosen wirkt das Kraut günstig bei Verdauungsschwäche. Blutreinigend, menstruationsfördernd. Schweißtreibend, wundheilend, krebsfeindlich, antibakteriell.

Spezielle Verwendungen:

Tee: Einen gehäuften Teelöffel des getrockneten Krauts mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen. 5 bis 8 Minuten ziehen lassen, abseihen, ungesüßt trinken. Jeweils 2 Tassen vor oder zwischen den Mahlzeiten zur Verdauungsförderung oder begleitend bei Krebserkrankungen trinken.

Handelsprodukte: Benediktenkraut-Urtinktur, DHU, Spagyra

Wesen der Pflanze: Wie alle ‚Disteln‘ untersteht das Benediktenkraut in erster Linie dem kriegerischen Mars, der im menschlichen Körper über die Galle regiert.
Der rötliche Stengel wie auch der rötliche Stachelkranz, der die gelben Blütenköpfe umgibt, unterstreichen die kriegerische Ausstrahlung und zeigen… Sympathie zum Menstrualblut. (Wolf Dieter Storl)
Daneben wirken noch etwas Sonne und Jupiter in dem bitter schmeckenden und gelb blühenden Kraut.
Die spinnwebige Behaarung der Blätter lässt einen hohen Mineralstoffgehalt vermuten.
Wegen der gelben Blüten ist das Benediktenkraut der Signaturenlehre zufolge ein Heilmittel bei Gelbsucht und Leber-Galle-Leiden.
…Auf der seelischen Ebene ist es als Konstitutionsmittel bei Verbitterung hilfreich.“ (Margret Madejsky)

 
 
   
  

Berberis vulgaris

Erbsele, Sauerdorn, Weinlägelein, Dreidorn, Essigbeeren, Zizerl

Vorkommen: in Gärten als Heckenstrauch

Erntezeit: Juni bis September

Verwendete Organe: Wurzel, Blätter, Beeren, mittlere Rinde des Stammes

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Mineralien, Bioflavonoide, organische Säuren

Allgemeine Verwendungsarten: wirkt stark reinigend und entsäuernd, steigert die Durchblutung der Beckenorgane, blutreinigend, leitet Schwermetalle und Harnsäure aus, wirkt gegen Amöben, Cholerabazillen, gegen die Erreger von Malaria und Leishmaniasis.

Gut für die Regulierung von Leber und Galle. Verdünnt die Harnsäure.

Spezielle Anwendungsarten:

Kompressen: aus den zerdrückten Beeren. Gut bei frischen Wunden und veralteten Geschwüren.

Saft: aus den Beeren Saft pressen. Hat kühlende, der Zitrone ähnliche, Wirkung. Ist bei Fieber und bei Kopfweh, verursacht von der ‚Schärfe der Galle’, gut. Lindert starkes Erbrechen und zu starke Menstruation. Als Mundspülwasser stärkt er das Zahnfleisch.

Tee: Die gesottenen Blätter und Beeren bei Mundfäule anwendbar. Tee nur von Blättern bei Ruhr. Tee aus Beeren und Wurzeln wirkt krampfstillend, beruhigt den Magen, heilt Leber- und Milzleiden.
Tee alleine aus der Wurzel fördert bei Gelbsucht die Harnabsonderung.
Wurzeltee zur Ausleitung von Schwermetallen (Margret Madejsky):
30g Berberitzenwurzelrinde, 40g Goldrutenkraut, 50g Gundelrebe, 30g Liebstöckelwurzel, 30g Löwenzahnwurzel, 20g Wegwartenwurzel.
2 gehäufte Teelöffel pro Tasse zu 200 ml heiß überbrühen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen, täglich 2 bis 4 Tassen trinken.

Handelsprodukte: Gegen Myome hat Wala das  Heilmittel „Berberis/Uterus comp.“ Entwickelt.  Es enthält Berberitze (trifft die Wurzel der Krankheit), Brennessel (kümmert sich um die Folgeerscheinungen), Sauerklee, Apfelmistel und homöopathische Tiefpotenzen… Angestaute Gefühle werden wieder zum Fließen gebracht, die Leber wird unterstützt.

Wesen der Pflanze: Der saure Geschmack der Blätter und der Früchte weist nach der chinesischen Elementenlehre auf Heilwirkungen auf die Leber hin. (Wolf Dieter Storl)

Kontraindikationen: Nicht zusammen mit Zucker oder Kohlehydraten essen, da sonst saure Reaktion im Körper.

 
 
   

Anacyclus officinarum (Korbblütler)

Ringblume – Speichelwurz – Zahnwurz – Deutscher Bertram – Geyfferwurz – Magdblume – Perchtram – Pyrethrumwurzel

Inhaltsstoffe: 30 bis 50 Prozent Inulin, ätherische Öle, Harze (2008)

Allgemeine Verwendungsarten: verdauungsfördernd, menstruationsfördernd, krampflösend, schleimlösend, speichelflussfördernd, schweißtreibend

Spezielle Anwendungen:

Pulver:1 bis 2 Messerspitzen mit der Nahrung täglich zugeführt, bringen die Verdauungssäfte ins Fließen, verbessern die Nahrungsverwertung

Öl zur erwärmenden Einreibung: 50g frische oder getrocknete und fein zerschnittene Bertramswurzel in ein sauberes Schraubglas geben und mit 200 ml Mandelöl übergießen. Gut verschlossen an einen sonnigen und möglichst warmen Platz stellen. Nach 2 bis 3 Wochen kann der Ölauszug durch ein Sieb geseiht und in ein Braunglas umgefüllt werden.
Verstärkt wird die Wirkung, wenn noch 40ml Kupferöl (Cuprum metallicum praeparatum, 0,4%, ölige Einreibung von Weleda)
Einmal oder mehrmals täglich zur sanft erwärmenden Einreibung bei Schulter- und Nackenverspannung gebrauchen oder bei Regelschmerzen zur krampflösenden Einreibung im Unterbauch und LWS-Bereich.

Handelsprodukt: Römischer-Bertram-Urtinktur, D1, Spagyra

Wesen der Pflanze: Die doppelt-fiederspaltigen Blätter weisen auf merkurielle Eigenschaften hin. Betram überträgt durch seine Schärfe Lebenswärme und erlaubt eine Zuordnung zu Mars. (Wolf Dieter Storl)

 
 
   

Cystisus scoparius (Schmetterlingsblütler)

Besenkraut – Gilbkraut – Hirschheide – Färberkraut – Geißkaper – Goldkraut

Inhaltsstoffe: Alkaloide, Flavonoide, Isaflavone, Cumarine, wenig ätherisches Öl

Erntezeit: Die blühenden Zweigspitzen werden zu Beginn der Blüte im Mai geerntet, am besten bei zunehmendem Mond im Zeichen Löwe.

Allgemeine Verwendungsarten: harntreibend, steinbrechend, kreislaufanregend, gleicht Herzrhythmusstörungen aus, regt die Schilddrüse an und wirkt Kropfbildung entgegen.

Spezielle Anwendungen:

Wesen der Pflanze: Die gelben Blüten, das spiralige Wachstum und der bittere Geschmack erlauben eine Zuordnung zur Sonne.
Die schlanken Zweige oder Ruten zeigen Merkur an. (Wolf Dieter Storl)

 
 
   

Betonica officinalis (Lippenblütler)

Echter Ziest – Zehrkraut – Heilziest – Beschreikraut – Batenie – Katzenwedel – Zahnkraut

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Alkaloide, Flavonoide

Allgemeine Verwendungsarten: entzündungswidrig, wundheilend, harntreibend, blutflusshemmend, stopfend, nervenstärkend, allgemein kräftigend

Spezielle Anwendungen:

Sie eignet sich gut als Bestandteil von Kräuterteemischungen.  Die Betonie ist das Hauptmittel bei Harnverhalten.

Nierenstärkungstee (Margret Madejsky): 30g Betonienkraut, 20g Brennesselblätter, 50g Goldrute, 30g Liebstöckelwurzel, 20g Wacholderbeeren.
2 Teelöffel pro Tasse a 200 ml heiß überbrühen, 10 bis 15 Minuten lang ziehen lassen und abseihen: 2 bis 4 Tassen täglich.

Wundheiltee nach Operationen (Margret Madejsky): 30g Betonienkraut, 20g Gundelrebe, 20g Ringelblumenblüten, 30g Sanikel, 50g Schafgarbenblüten
2 gehäufte Teelöffel pro Tasse a 200 ml heiß überbrühen, ca. 10-12 Minuten ziehen lassen und abseihen. Nach Operationen etwas 1 bis 2 Wochen lang 3 bis 5 Tassen über den Tag verteilt trinken.

Handelsprodukte: Betonien-Urtinktur , DHU, Spagyra

Wesen der Pflanze: Mit ihren rosaroten Blüten, der edlen Gestalt und den regelmäßig gekerbten Blatträndern verkörpert die Betonie… eine Venuspflanze. (Wolf Dieter Storl)

Kontraindikationen: nicht während der Schwangerschaft einnehmen.

 
 
   

Hyoscyamus niger (Nachtschattengewächse)
Jusquiame noire

Zigeunerkraut – Altsitzerkraut – Hexenkraut – Schlafkraut – Schweinebohne – Teufelsauge – Zahnkraut

Inhaltsstoffe: Cumarine, Flavonoide

Allgemeine Verwendungsarten: Bilsenkraut ist Namensgeber für das Pils, beruhigend bis betäubend, krampflösend, muskelentspannend

 
 
   

Betula alba/Betula verrucosa (Birkengewächse)
Betula pendula (Hängebirke)
Bouleau

Mai-Birke

Vorkommen:  An trockenen Stellen, Hängen sehr verbreitet, auch auf trockenen Mooren, auch an Flussläufen, Seeufern

Ernte: Blätter im Vorsommer sammeln. Ein bis zwei Monate nach dem Austrieb.

Verwendetes Organ: Getrocknete junge Blätter, frische junge Blätter

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Harz, Saponine, Gerbstoffe

Allgemeine Verwendungsarten: harnaustreibend, dabei sehr milde gegenüber dem Nierengewebe, leicht desinfizierende Wirkung

Spezielle Verwendungsarten:

Tee: Tee von getrockneten Birkenblättern ist mild harntreibend. Er wirkt auch antirheumatisch.
Deshalb wird er oft verwendet bei Blasenleiden und chronischem Rheuma.

Shampoo: Im Mai steigt der  zuckerhaltige Saft der Birke. Er wird abgezapft und dient dann hauptsächlich als Haarpflegemittel.

Tinktur: Aus Birkenknospen kann mensch eine Tinktur herstellen Damit kann mensch 2mal täglich die Wunde auswaschen.

Urtinktur: 1-3 mal täglich 4-6 Tropfen , diuretische Wirkung

Wesen: „Schon durch ihren Anblick wirkt dieser Baum heilsam… dieser ewig junge Baum spendet uns die Kräfte der Verjüngung, der Erneuerung und des Aufbaus“ (Robert Quinche)
Qualität, Ästhetik, Polarität von Leben und Tod (R.K.)

 
 
   

Potentilla erecta (Rosenblütler)
Tormentille

Tormentill, Turbatill, Tüpfelsabbiß, Aebeiß, Blutkraut, Ruhrwurz, Bauchwehwurz, Birckwurtz, Rotwurz

Vorkommen: an trockenen und feuchten Standorten, häufig an Mooren, auf Alpweiden.

Ernte: Einsammeln des Wurzelstocks während des ganzen Sommers und Herbstes. Trocknen sollte schnell gehen, ist auch an der Sonne möglich.
Andere Info (Schröters Schatzkästlein): März und April

Verwendetes Organ: Der getrocknete Wurzelstock (die frische Wurzel ist fingerdick, schwarzbraun und innen rot.)
Andere Info (Schröters Schatzkästlein): Die frische Wurzel enthält mehr Heilkraft als die getrocknete.

Inhaltsstoffe: viel Gerbstoff, etwas Zucker

Allgemeine Verwendungsarten: Ist blutstillend. Gut gegen Durchfall. Entzündungshemmend, schmerzlindernd und heilend bei Verbrennungen. Allgemein bewährt bei Herzschwäche, Gicht, Schwindelanfällen, Kopfschmerzen, epileptischen Krämpfen und Schwächeanfällen.

Spezielle Anwendungsarten:

Auflage: Die Wurzel in Essig brühen, zur Hälfte mit Wasser vermischt. Dieses als Auflage verwenden bei hitzigen und harten Geschwüren. Auch für Gichtleidende sehr gut.

Bäder: Abkochung der Wurzel und Verwendung als Bad oder Umschläge bei Sonnenbrand und anderen Verbrennungen.

Pulver: dient als Streupulver bei Hunde- und Schlangenbissen.

Salbe: Eine vorzügliche Tormentillsalbe – 10g Tormentill, 50g selbstausgelassenes Schweinefett – heilt offene Wunden, Ausschläge, offene Krampfadern, Geschwüre, rote Augen und Insektenstiche. Die Salbe hilft auch bei Wundsein von Säuglingen und bettlägrigen Kranken (Zuvor mit Tormentillseife abwaschen.

Seife: Tormentillseife gilt als sicher wirkendes Mittel gegen Sommersprossen und Leberflecken (Schröters Schatzkästlein)

Tee: mit dem wässrigen Aufguss Mundspülung gegen Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute. Scheidenspülung gegen Scheidenkatarrh.

Tinktur: Tormentilltinktur erhält mensch so: 20g Tormentillwurzel auf einen Liter Branntwein ansetzen. 8 Tage lang an der Sonne – gut verschlossen – stehen lassen. 20-30 Tropfen auf Zucker täglich abends einnehmen (Schröters Schatzkästlein)

Wesen der Pflanze: Ihren Namen Blutwurz erhielt die Pflanze, weil sich ihre Wurzel an den Schnitt- oder Bruchflächen blutrot färbt.
Astrologisch ordnet mensch das kleine Rosengewächs wegen seiner gelben, vierzähligen Blüten und des hohen Gerbstoffgehalts Jupiter und Venus zu.(Wolf Dieter Storl)

 
 
   

Plantago major (Wegerichgewächse)

Heufresser, Tätsch, Würstli, Lugiblacke

Vorkommen: An Wegrändern, auf Ödplätzen, an Rainen, auf mageren Weiden

Erntezeit: Einsammeln der Blätter vom Frühjahr bis zur Blütezeit. Die Trocknung muss sehr schnell an der Sonne erfolgen oder bei 40 bis 50 Grad, da die Blätter sich sonst braun färben.

Verwendete Organe: meist getrocknetes, seltener das frische Blatt

Allgemeine Verwendungsarten: gut gegen Blasen, blutreinigend, hustenlösend

Tee: 2 Esslöffel getrockneter Blätter mit einem Liter Wasser kalt aufsetzen. 3 Minuten kochen. Dann ziehen lassen. Hilft gegen Bronchialkatarrh und ist gut für die Blutreinigung.

Umschlag: Das frische Blatt wird zerquetscht und auf schlecht heilende, eitrige Wunden aufgelegt.
Ist auch bei Insektenstichen bewährt, wenn nichts anderes zur Hand.

 
 
   
  

Urtica dioica (Nesselgewächse)
Ortie dioique

Grosse Nessel, Donnanessel, Hanfnessel, Donnernessel, Haarnessel, Nesselmännlein, Sengnessel

Vorkommen: an Mauern und Steinhaufen, um Hütten, an Ödplätzen

Ernte: Einsammlung zur Blattgewinnung, sobald die Pflanzen ca. 30 cm hoch sind. Trocknung im Schatten. Möglichst rasch, aber Temperatur nicht höher als 50 Grad.
Der höchste Eisengehalt ist zu erwarten, wenn mensch die jungen Triebe Anfang Mai – bei zunehmendem Mond – erntet.

Inhaltsstoffe: Mineralsalze (Eisen, Magnesium, Pflanzensäuren, Chlorophyll), in den frischen Blättern Vitamin C

Allgemeine Verwendungsarten: Blutreinigend, stärkend den Magen, Wassertreibend.

„Die Brennessel ist heilsam, nahrhaft und kräftigend in allen ihren Teilen: Wurzel, Stengel, Blätter und Blüte.
Sie ist eine kräftige Speise, reinigt den Magen und die Gedärme, heilt bei längerem Gebrauch Magen- und Darmgeschwüre, bricht den Stein in Nieren, Blase und Galle, reinigt die Brust vom Schleim, behebt das Keuchen und Asthma, stärkt die Nerven und reinigt das Blut.“

Essen: Blutreinigend und blutbildend wirkt eine Brennessel-Frühlingskur. Junge, sprossende Brennesseln als Suppeneinlage oder als Spinat.
Die Brühe trinken, sie ist am gesündesten.

Tee: Tee von Brennesselblättern mit Honig gesüßt, heilt Magengeschwüre und Geschwüre in Leber und Därmen.
Ist auch gut gegen rheumatische Zustände.
Tee von Brennesselwurzeln ist wassertreibend und heilt oft sogar die Wassersucht.

Salbe: Aus Brennesselsaft und Nussöl eine Salbe zubereiten und mit dieser jeden Abend vor dem Schlafengehen Brust und Schläfen einreiben.
Dieses Mittel stärkt das Gedächtnis und hilft gegen Nervosität.

Abkochungen: von grünen und gedörrten Nesseln sind eine der besten Medizinen für Tiere.

Einlagen:  Bei Anschwellungen des Zahnfleisches, bei entzündeten Augen, bei Geschwulsten grüne oder dürre Brennesseln in die Schuhe einlegen. Ihre radioaktive Kraft zerstreut die ungesunden Kräfte.
Gegen kalte Füße hilft eine Einlage von grünen oder gedörrten Nesselblättern in die Schuhe.
Eine Betteinlage von gedörrten Brennesseln wärmt jeden, der sonst nie warm wird.

Brei: Brennesselblätter, zerquetscht und mit Salz vermengt, heilen Hundebiss, Furunkel und harte Knollen.

Pulver (nach Margret Madejsky): Mit Handschuhen junge Brennesseltriebe ernten. Auf einem Brettchen zerschneiden und zu einem feinen Pflanzenbrei verarbeiten. Diesen Brei in eine Reibschale geben und mit der gleichen Menge Milchzucker einige Minuten verreiben, bis ein grüner Brei entsteht.
Den Brei messerrückendick auf Backpapier streichen und 2 bis 3 Tage an einem luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung trocknen lassen.
Die getrocknete Masse grob zerkleinern, erneut in den Mörser geben und pulverisieren.
Das grüne Pulver trocken und dunkel aufbewahren. So hält es sich ein bis zwei Jahre lang.

Urtinktur: 1-3mal täglich 2-5 Tropfen nehmen.

Wesen: Aggression, Wille, Selbstüberwindung, Blutreinigung, Eisen (R. K.)

 
 
   

Nasurtium officinale

Inhaltsstoffe: Vitamin C und Senfölglykoside.

Allgemeine Verwendungsarten: Brunnenkresse hat eine hemmende Wirkung auf Keime und desinfiziert. Allgemein kann sie bei Atemwegskatarrhen und Harnwegsinfekten verwendet werden.

 
 



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